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Karin sitzt morgens in der Küche. Und genießt ein Frühstück ganz für sich alleine. Diesen Luxus weiß sie mittlerweile zu schätzen, seit sie nur noch 80% arbeitet.

Und heute kann sie ihr Frühstück wirklich genießen, denn es ist ihr freier Tag. Croissant, Kaffee, Orangensaft. Leben wie Gott in Frankreich.

Und diese himmlische Ruhe. Kein Mucks zu hören!

Fast ein wenig zu ruhig …

In diesem Moment fällt ihr auf, dass wirklich überhaupt gar kein Geräusch zu hören ist. Und gleichzeitig befällt sie eine eigenartige Beklemmung.

Wie anders es doch war, als mit den Kindern so viel Leben im Haus war. Stattdessen also ein Gefühl von Leere und Einsamkeit. Und – plötzlich klingt auch das nicht mehr uneingeschränkt schön – auch keine Termine an diesem Tag.

Warum genau hatte sie sich nochmal mühsam einen freien Tag in der Woche erkämpft?

Zeit will gefüllt werden

Sie könnte eine Freundin anrufen. Wobei: Die eine Hälfte muss arbeiten, zur anderen ist der Kontakt etwas eingeschlafen. Freundschaften zu pflegen war ihr in den letzten Jahren häufig viel zu aufwendig.

Und überhaupt: Wirkt es nicht komisch, mitten am Tag anzurufen?

Ilona hat bestimmt Zeit. Aber die wird wahrscheinlich wieder nur über ihren Ex jammern, der sich wegen einer Jüngeren getrennt hat. Dabei ist das jetzt schon fast zwei Jahre her, irgendwann sollte sie doch mal darüber hinweg kommen. Nein, das würde sie sich heute lieber nicht schon wieder antun.

Sie war natürlich auch geschockt als Peter, die Familie verlassen hat, um zu einer fast 20 Jahre jüngeren zu gehen. Ob das gut geht, wagt auch Karin zu bezweifeln. Ilona tut ihr auch leid, aber in einem Gespräch mit ihr geht es immer nur darum, was für ein Idiot Peter ist.

Karin würde kaum zu Wort kommen. Dabei wusste sie selbst nicht, wie es um ihre eigene Partnerschaft gerade bestellt war.

Apropos Liebe….

Karin liebt ihren Mann Klaus und sie sind über die Jahre ein echt gutes Team geworden. Sie kann mit Sicherheit sagen, dass sie gute Freunde sind. Aber es könnte bisweilen doch etwas aufregender sein.

Im Laufe der Jahre hat sich hier und da etwas Routine eingeschlichen. Etwas mehr Leidenschaft wäre toll. Mal wieder so richtig erobert werden! Sich begehrt fühlen.

Und in diesem Moment beschließt Karin, heute Abend mal mit Klaus über das Thema zu sprechen. Zur Vorbereitung liest sie ein bisschen im Netz über Sex in langjährigen Beziehungen.

WOW was es alles für Möglichkeiten gibt, die Sexualität lebendig zu halten. Sie ist begeistert und freut sich auf ihren Mann. Hoffentlich hat er Lust, mit ihr mal was Neues auszuprobieren.

5 Stunden später …

Karin und Klaus sitzen im Wohnzimmer. Das Gespräch beginnt harmlos mit ein paar Geschichten von der Arbeit und den neuesten Entwicklungen im Freundeskreis. Der Fernseher ist ausnahmsweise mal aus, worüber Karin sich gewundert hat. Aber vielleicht geht es Klaus auch so, dass er einsam ist.

Gerade will Karin die Gelegenheit nutzen und das Sex-Thema ansprechen, als Klaus’ Stimme plötzlich leiser wird. “Du, es gibt da etwas, das ich dir schon länger erzählen wollte.” Allein der Tonfall lässt Karin erstarren, so hört Klaus sich nur an, wenn es ihm wirklich schlecht geht.

“Ich hatte dir doch von Petra aus meiner Abteilung erzählt und ich habe mich in sie verliebt.”

Der nächste Morgen

Am nächsten Morgen sitzt Karin wieder am Frühstückstisch. Die Leere, die gestern noch unangenehm war, erscheint ihr jetzt fast lebensbedrohlich.

Klaus hat gestern Abend noch ihrem Gespräch noch seine Sachen gepackt und hat bei dieser Petra übernachtet. Es ist zum Kotzen! Auf keinen Fall wird sie Ilona anrufen, wie will niemals so werden und sich jetzt leid tun.

Wie konnte es so weit kommen? Sie versteht die Welt nicht mehr? Alles um sie herum beginnt zu zerbrechen. Gestern noch dachte sie, sie hätte ein kleines Problem, jetzt denkt sie, ihr Leben ist zu Ende.

So wie Karin und auch Ilona geht es vielen Frauen. Nicht immer zieht der Mann zu einer anderen aber die Beziehung gerät in eine neue Phase, nachdem die Kinder ausgezogen sind oder der Ruhestand beginnt. Sie braucht dringend wieder mehr Aufmerksamkeit, damit eben genau das nicht passiert.

Empty Nest Syndrome

Diese Zeit wird mit dem englischen Begriff “Empty Nest Syndrome” beschrieben. Es war immer was los in der Familie, die Kinder waren lebendig und sehr präsent. Jetzt ist alles weniger geworden, weniger Kontakt, weniger Lärm und weniger Wäsche. Jetzt geht es darum das leere zu Hause zu Nest füllen, aber womit und wie das überhaupt gehen soll, ist unklar.

Klaus hätte Karin z.B. auch beichten können, dass seine pflegebedürftige Mutter zu ihnen ziehen muss. Oder dass er jetzt endlich ein Jahr Weltreise auf dem Segelboot machen möchte. Oder in Frührente gehen will. Auch eine schwere, kürzlich diagnostizierten Erkrankung hätte es sein können.

Das sind alles typische Krisen, die an sich schon fordernd genug sind. Aber sie fallen häufig genau in die Empty-Nest-Situation und dann schlagen sie doppelt zu. Die Zukunft scheint ungewiss und bedrohlich leer.

Mein eigenes Beispiel

Ich selbst erinnere mich auch noch gut an die Situation, als mein Sohn und meine Tochter auszogen. Vor allem als das jüngste Kind das Haus verließ, war das Nest plötzlich leer. Ich habe die Herausforderungen unterschätzt, die plötzliche Freiheit und Flexibilität mit sich bringen.

Bis dahin hatte ich mich immer darauf gefreut und es ist auch nach wie vor so, dass ich es genieße, mein Leben wieder selbst zu gestalten. Doch anders als in jungen Jahren, hatte ich mit den existentiellen Fragen, die sich plötzlich stellen, nicht gerechnet.

Fragen wie diese wollten beantwortet werden:

  • Was verbindet mich und meinen Mann noch?
  • Gibt es gemeinsame Ziele?
  • Wollen wir in dem leeren Nest bleiben oder uns noch einmal auf den Weg machen?
  • Und wenn umziehen, dann ist die Frage wohin umziehen?
  • Wie groß darf die Entfernung zu Kindern und Eltern werden?
  • Was können und wollen wir beruflich noch erreichen?
  • Was brauchen die eigenen Eltern jetzt von mir oder uns?

Wir haben dann entschieden, dass wir das große Haus nicht länger brauchen und stattdessen ans Meer ziehen wollen.
Beruflich nimmt mein Mann eine Auszeit und ich verlege meine Tätigkeit immer mehr ins Internet, um ortsunabhängig arbeiten zu können. Das klappt super.
Reisen wollen wir natürlich auch, aber nicht in exotische Länder, sondern ganz einfach mit dem Fahrrad durch Deutschland… und wer weiß, vielleicht später auch noch durch Europa.

Für die Kinder bedeutet es, dass sie das physische Zuhause bei den Eltern verlieren. Das Nest ist nicht mehr leer, sondern es wird aufgelöst. Das ist ein Abschied und ein Anfang für uns als Familie.

Es fühlt sich alles nach einer spannenden Zukunft an. Wir freuen uns drauf.

Viel Zeit, viel Leben

Fakt ist, nachdem die Kinder aus dem Haus sind, ist einfach noch verdammt viel Restleben übrig, das gestaltet werden will.

Unsere Eltern waren meist räumlich nicht so flexibel. Sie lebten lange an einem Ort und arbeiteten in einer Firma. Es war klar, wenn die Rente kommt, dann wird der Lebensabend auch an diesem Ort verbracht. Es fehlen Rollenvorbilder, unsere Generation betritt  unbekanntes Terrain. Aber können wir unsere Träume einfach ignorieren? Oder uns den vielen kleinen oder der einen großen Krise nicht stellen?

Ich finde, das ist kein wirklicher Weg. Denn sehr wahrscheinlich haben wir nur dieses eine Leben. Dafür die Verantwortung zu übernehmen bedeutet, es selbst zu gestalten bevor es uns gestaltet.

Steckst du oder ihr auch gerade in einer solchen Krise?
Ist das leere Nest so leer, dass es bedrohlich wirkt?
Wollt ihr euch noch einmal ganz neu begegnen und die Zukunft gemeinsam gestalten?

Dann seid ihr herzlich Willkommen zu einem Vorgespräch und wir klären gemeinsam, ob und wie ich euch dabei unterstützen kann.

Und hier auch noch in aller Kürze ein paar formale Infos zu meinen Kompetenzen und Ausbildungen:

  • Erfahrung in der Arbeit mit Aufstellungen seit 2009
  • Systemische Paartherapeutin (iska-Berlin)
  • Heilpraktikerin für Psychotherapie
  • IHK zertifizierter Coach
  • NLP Practitioner
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